Ich habe neulich einen Beitrag kommentiert. In diesem ging es allgemein um Marketing. In dem Beitrag hieß es aber auch, dass Krieg menschlich ist. Und, dass wir Menschen dämlich sind und gar nicht objektiv sein können. Der Ersteller empfand unser dämlich sein sogar als „atemberaubend“, aber so schlimm kann es nicht gewesen sein, weil er zum Glück noch geatmet hat. Hahahaha. Okay. Ich habe unter dem Beitrag einen Kommentar verfasst. Um die Perspektive von kalter Objektivität hin zum wahren Kern des Menschseins zu lenken. Seine Gedanken waren dabei nicht „falsch“, nur am Ziel vorbei gedacht.
- 1Fakt oder Fiktion: "Krieg ist menschlich"
- 2"Mansplaining" vs. "Gaslighting": Symptome eines unbewussten Systems
- ◆Zum Verständnis: "Mansplaining" und "Gaslighting" nondual erklärt
- 3Krieg ist ein Ausdruck von Angst und Identität
- 4Frieden ist ein Zustand innerer Klarheit und nondualer Wahrnehmung
- 5Hier ist der Denkfehler, den wir auflösen müssen, damit du aufhörst unsicher zu sein oder dagegen anzukämpfen:
- ◆Warum wir aufhören müssen zu kämpfen
- 6Die Einladung zur Revolte
- ◆Frieden ist eine Lebensweise und keine politische Meinung
- 7Dein Weg zurück zum Kern
Fakt oder Fiktion: “Krieg ist menschlich”
Fakt ist, dass Krieg, rein objektiv betrachtet und entgegen seiner Meinung, absolut unmenschlich ist. Krieg ist keine natürliche Form der menschlichen Entfaltung, sondern basiert auf Angst und Identität. Krieg ist menschengemacht, ja. Aber er ist nicht menschlich. Menschlich ist es zu atmen, zu fühlen, zu sein.
Mein Kommentar wurde dann von einem anderen Mann aus dem Kontext gerissen und mit den Worten relativiert:
“‘Objektiv betrachtet ist Krieg also unmenschlich’ ist schon nicht mehr objektiv. Objektiv ist: Menschen führen Krieg … im Großen wie im Kleinen. Der Maßstab ändert sich, das Muster nicht.”
Und vom Beitragsersteller selbst wurde dieser Kommentar dann mit den Worten „ich mag dich extrem gerne“ auch nochmal bekräftigt.
Das ist der Kern. Darüber möchte ich mit dir in diesem Artikel sprechen.
“Mansplaining” vs. “Gaslighting”: Symptome eines unbewussten Systems
Wenn man das also nun so sieht, könnte man meinen, dass es „Mansplaining“ oder „Gaslighting“ ist. Dass es „respektlos“ ist und aus dem Kontext gerissen.
Und ich sage dir ganz klar: Ja. Das ist es. ABER…
Kein Mann auf dieser Welt hat „Mansplaining“ erfunden, um uns Frauen ins Abseits zu stellen. es ist lediglich das sichtbar machen seiner eigenen unbewussten Muster.
Männer in unserer Gesellschaft wurden über Jahrhunderte dahingehend „erzogen“ und „trainiert“ stark zu sein. Und wahre Stärke erfordert in diesem System immer auch eine gewisse Überlegenheit. Nicht, um andere schlecht zu machen oder zu dominieren. Die Überlegenheit gilt in der Natur immer dem „Feind“. Der Feind, der die Ruhe stört. Das waren früher z. B. wilde Tiere, die das Leben bedrohen. Naturkatastrophen und co.
Heute existiert diese Art von „Feind“ aber in dieser Form nicht mehr. Nicht in unserer westlichen Welt.
Was passiert also?! Die Dynamik verschiebt sich. Ein Mann fühlt AUS SEINEM SYSTEM HERAUS eine Unstimmigkeit, in dem Fall war es meine Tiefe. Eine Tiefe die er nie gelernt hat. Und er handelt nach seinen erlernten Mustern. Es ist nicht seine Natur, die da aus ihm spricht.
Zum Verständnis: “Mansplaining” und “Gaslighting” nondual erklärt
- „Mansplaining“ bedeutet: Ein Mann fühlt eine Unstimmigkeit in deinen Worten/Taten. Nicht weil du falsch liegst, sondern weil deine Tiefe sein System herausfordert. Und er handelt nach dem, was er gelernt hat: korrigieren, einordnen, überlegen sein. Nicht aus Bosheit. Aus Muster. Er verwechselt deinen Kern mit einem Problem, das er lösen muss.
- „Gaslighting“ bedeutet: Du nennst etwas beim Namen. Eine Dynamik, ein Gefühl, eine Wahrheit. Und jemand macht es unsichtbar. Nicht durch Angriff, sondern durch Umdeutung. Plötzlich bist du “zu sensibel”, “falsch verstanden”, “übertreibst” oder hältst dir nur deinen eigenen “Spiegel” vor. Gaslighting ist kein Lärm der dich anschreit. Es ist ein subtiler Lärm der dir sagt, dass du gar keinen Lärm gehört hast. Dass du „falsch“ liegst. Um sich mit deinen Worten nicht auseinandersetzen zu müssen.
Der Unterschied zwischen beiden:
Mansplaining ersetzt deinen Gedanken durch seinen. Gaslighting ersetzt deine Wahrnehmung durch seine.
Beides ist kein Angriff auf dich. Beides ist Ausdruck davon, dass jemand mit deiner Tiefe nicht umgehen kann. Und sie deshalb relativiert. Auf seine Art.
Sowohl „Mansplaining“ also auch „Gaslighting“ sind sichtbare MUSTER, die aus einem UNMENSCHLICHEN System entspringen.
Und genau so ist es auch mit Krieg.
Krieg ist ein Ausdruck von Angst und Identität
Darum ist Krieg unmenschlich. Er ist der Ausdruck von Angst und Identität. Von Mustern, die wir fälschlicherweise so tief verinnerlicht haben, dass sie zu unserer Realität wurden.
Die wahre menschliche Natur ist aber immer der Frieden. Darum ist Frieden nicht das Gegenteil von Krieg, sondern ein Zustand den wir nur dann einnehmen können, wenn wir erkennen, das Krieg nur Lärm ist, der uns vom Frieden, unserem Kern, „trennt“.
Frieden kannst du niemals und unter keinen Umständen im Außen erzeugen. Weder durch “Waffenstillstand”, noch durch “Solidarität” und noch weniger durch “Gesetze, Regeln & Pflichten”.
Sandra Barheine
Frieden ist ein Zustand innerer Klarheit und nondualer Wahrnehmung
Frieden entsteht nicht, wenn einer von beiden Recht hat oder bekommt. Auch nicht, wenn die Mehrheit “dafür” oder “dagegen” ist. Er entsteht in dir. In dem Moment, in dem du erkennst, dass deine wahre Natur unverhandelbar ist und du diese Dynamik verlässt.
Vielleicht kennst du das nun also auch: Du sprichst über etwas, das dich bewegt. Teilst deine Wahrnehmung, weil du ein sehr intuitiver Mensch bist und Dinge benennst bevor andere sie überhaupt “sehen” können.
Und dann kommt jemand und “korrigiert” dich mit einem: “Ja aber..” oder “du übertreibst”.
Kennst du noch
Stille Post?
Die Welt erzählt dir Geschichten, die nicht zu dir passen. Ich fange diese Nachrichten ab und deute sie für dich um – bis aus dem Flüstern dein eigener Rebel Yell wird.
Kein Freebie-Müll. Nur Impulse, die dein inneres Wissen wachklicken.
Besonders wir Frauen erleben sowas oft. Und in den meisten Fällen sind es Männer. Das ist nicht von der Hand zu weisen.
ABER es ist auch kein Grund für Unsicherheit oder eine Gegenbewegung.
Hier ist der Denkfehler, den wir auflösen müssen, damit du aufhörst unsicher zu sein oder dagegen anzukämpfen:
Um es am Beispiel meines Kommentars zu erklären:
Es gibt einen Unterschied zwischen der Objektivität des Systems und der Objektivität deiner Essenz.
- Die Objektivität des Systems ist der Lärm: Ja, Menschen führen Krieg. So wie der Mann es sagte. Sie sind verstrickt in Mustern, in der Opferrolle und in der Identifikation mit einem (kranken) System. Das ist eine objektive Beobachtung von Verhalten, aber es ist nicht die Wahrheit über den Menschen.
- Die Objektivität deiner Essenz ist der Kern: Objektiv betrachtet ist Frieden kein Ziel, das man im Krieg erkämpfen muss, sondern unser unerschütterlicher Kern. Er ist das, was übrig bleibt, wenn man das Rauschen des Lärms entfernt und radikal loslässt.
Warum wir aufhören müssen zu kämpfen
Wir leben in einer Zeit des “Erwachens”. Viele Menschen versuchen das Alte zu bewahren, als ginge es um ihr Über-leben. Andere versuchen das System zu verändern, indem sie gegen „Dämonen“ oder “Ungerechtigkeiten” kämpfen. Gegen Männer. Gegen Frauen. Gegen Andersartigkeit. Gegen andere „Meinungen“. Gegen andere Gedanken.
Aber Kampf ist eben nur eine weitere Frequenz von Lärm. Er bestätigt nur die Dualität, anstatt sie zu überwinden.
Und damit wir uns nicht „falsch“ verstehen: Die Dynamik (also die Dualität) hinter einem Konflikt, hinter Worten, Taten, hinter Krieg, hinter Meinungen zu erkennen, IST bereits der erste Schritt zum Frieden und deinem unerschütterlichen Kern.
Denn ohne Dualität gäbe es auch nicht den Weg der Nondualität.
Mein Kommentar auf diesen Beitrag war eine Einladung in die Tiefe. Der Kommentar des Mannes war ein Angriff meiner Tiefe. Und nun hätte ich zum „Gegenangriff“ aufbrechen und ihm nochmal erklären können, was ich eigentlich meinte. Aber das würde diese Dynamik der Dualität nur bestätigen.
Darum ist in solchen Fällen das wichtigste, was du verstehen musst:
Wahre Veränderung beginnt nicht beim Protest im Außen. Sie beginnt damit, wie ein Berg im Sturm zu stehen.
Sandra Barheine
Die Einladung zur Revolte
Wenn dich nun also jemand belächelt oder dir deine Wahrnehmung abspricht, dir das Gefühl gibt, dass du dich rechtfertigen müsstest, damit er dich versteht, kannst du es „Mansplaining“, „Gaslighting“ oder „respektlos“ nennen. Aber am Ende ist es nur der Wind, der an der Felswand deines Berges rüttelt.
Du musst dem Wind nicht erklären, wie man ein Berg ist. Du bist es einfach.
Frieden ist eine Lebensweise und keine politische Meinung
Es geht darum:
- Den Lärm zu entfernen, um die Stille wieder zu hören.
- Sich an den eigenen Kern zu erinnern, der von keinem Krieg der Welt berührt werden kann.
- Zu lernen, mit den Herausforderungen zu tanzen, anstatt an ihnen zu zerbrechen.
Wir sind nicht hier, um die Statistiken des Krieges auswendig zu lernen. Wir sind hier, um uns an die bedingungslose Liebe zu erinnern, die wir im Kern sind.
Und bedingungslose Liebe ist nicht „Licht und Liebe“ in die Welt zu bringen — das ist Dualität. Bedingungslose Liebe ist zu erkennen, dass Aktivismus, egal in welcher Form, nur den Lärm verschiebt.
Du musst niemanden belehren oder überzeugen. Du musst einfach nur sein. Unerschütterlich. Wie ein Berg.
Denn Krieg endet nicht, wenn einer aufgibt, sondern wenn er diese Dynamik verlässt.
Bist du bereit, den Lärm dieser „kalten Objektivität“ hinter dir zu lassen?
Dein Weg zurück zum Kern
Meine Philosophie ist kein Wissen, das du konsumierst. Sie ist mein Leben. Und der Mittelpunkt meiner Arbeit. Es geht darum, sich an deinen unerschütterlichen Kern und die bedingungslose Liebe zu erinnern, die bereits in dir wohnen.
Wenn du spürst, dass es Zeit für eine echte Veränderung ist. Und du lernen möchtest, wie du den Lärm deines Alltags entfernst, um wieder in deiner Kraft zu stehen. Unerschütterlich und kompromisslos. Nicht durch Kampf, sondern durch Erkenntnis. Dann begleite ich dich.