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20. September 2026

#001 • Ruhe ist für mich keine Stille, sondern Unantastbarkeit

Seitdem ich denken kann, wünsche ich mir Ruhe. Einer der gewichtigsten Sätze den ich dadurch im laufe meines Lebens immer wieder ausgesprochen habe ist: „Ich will doch gar nicht auffallen, ich will einfach nur meine Ruhe.“

Puh.

Wie oft hat dieser Gedanke mich an mir zweifeln lassen. Denn nach außen wirst du mich in einer Masse von Menschen immer erkennen.

Aber nicht, weil ich die Aufmerksamkeit suche. Sondern weil ich mich nicht zwinge jemand zu sein, der ich nicht bin.

Die Interferenz kommt aus meiner Kindheit. Denn damals war ich nie gut genug. Zu laut. Zu wild. Zu unbequem. Dabei hatte ich doch gar keine bösen Absichten. Ich wollte einfach nur spielen, toben, Kind sein. Die Welt entdecken. Auf meine Weise. Nicht um der Aufmerksamkeit wegen. Sondern wegen mir.

Diese Unantastbarkeit hat man mir früh versucht abzugewöhnen. Was dazu geführt hat, dass ich angefangen habe Ruhe mit Zurückhaltung zu verwechseln.

Unantastbarkeit ist, wenn du einfach sein kannst, wer du bist, ohne dir Vorwürfe zu machen. Es ist, wenn du eine reine Absicht verfolgst und dir das selbst dann bewusst ist, wenn andere meinen du bist unbequem.

Zurückhaltung ist genau das Gegenteil.

Aber unbequem sein ist kein Schuh den ich selbst mir anziehe. Es ist der Glassschuh, den andere versuchen mir passend zu machen. Aber ich muss nicht, wie Aschenputtel, von einem Prinzen gerettet werden.

Das Einzige, was ich lernen musste, um barfuß durch die Welt zu gehen und meine Ruhe zu haben, war daher nicht, meine Absichten besser zu formulieren. Oder mehr Rücksicht auf andere zu nehmen, indem ich mich selbst zurückhalte.

Sondern zu erkennen, dass meine Absichten immer voller Liebe waren und sind. Egal was andere denken. Dass ich Ruhe nicht in der Zurückhaltung finde. Sondern in der Unantastbarkeit.

Darum ist mein Bewusstseinstraining und meine Begleitung RADIKAL. (Radix leitet sich von Wurzel ab)

Weil es nie darum ging, es anderen recht zu machen, sondern darum, dir selbst treu zu bleiben.

Darum ist meine Ruhe keine Stille. Keine Unauffälligkeit. Sondern Unantastbarkeit.

Denn mir ist es scheißegal, was andere über mich denken. Nicht, weil ich ein egoistisches Arschloch bin. Sondern weil ich weiß, dass meine Absichten immer voller Liebe sind.

Und diese Erkenntnis bringt mehr Ruhe in dein System, als jede Meditation. Probier‘s mal aus.

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