- 1Wort. Witz. Charme & Einsamkeit. Eine Hommage an mich selbst.
- 2Ich habe lange geglaubt, dass mit mir etwas nicht stimmt
- 3Ich habe mich gesehen. Aber ich habe mich nie ganz gelebt
- 4„Frau Barheine, Sie polarisieren." Ein Satz, der alles veränderte
- 5Ruhe ist für mich keine Stille, sondern Unantastbarkeit
- 6Und dann war da dieser Moment
- 7Human Design und das Versteckspiel
- 8Es gibt keine Hellseher, aber es gibt Wahrnehmung
- 9Meine Pointe ist dein Startschuss
- 10Genau daraus ist mein Bewusstseinstraining entstanden
Wort. Witz. Charme & Einsamkeit. Eine Hommage an mich selbst.
Als ich so 4 oder 5 Jahre alt war, sind meine Eltern mit mir in ein Kinderheim gegangen. Sie wollten ein Anmeldeformular besorgen. Damit sie mich, wenn ich nicht endlich höre, ins Heim geben können. Damals fand ich das spannend. Ich habe gefragt, ob ich mir das Heim mal angucken darf, damit ich weiß, was mich erwartet. Hahaha.
Heute, wo ich selbst Mama bin, haut es mich ganz schön aus den Socken.
Mein größter Wunsch ist es, dass meine beiden Jungs niemals anfangen, an sich zu zweifeln, nur weil andere es tun. Ich will nicht, dass sie glauben, sie seien nicht gut genug oder zu viel. Zweifeln sollen sie trotzdem, und zwar an allem, was sich nicht stimmig anfühlt. Denn Zweifel sind gesund, wenn sie konstruktiv sind und das große Ganze im Blick haben. Ich wünsche mir, dass sie immer erkennen: Nichts und niemand hat Macht über sie außer ihren eigenen Gedanken.
Darum musste ich lernen, wie es ist, wenn ich mich nicht mehr aus meinem eigenen Leben ausschließe. Genau dort beginnt die Geschichte, die ich dir heute erzählen möchte.
Es ist aber nicht nur meine Geschichte. Sondern die von vielen Menschen. Auch wenn sich der Inhalt unterscheidet, so sind die Auswirkungen oft die gleichen.
Ein Kind, das sich ein Heim ansehen will, damit es weiß, was es erwartet, hat keine Angst. Es hat gelernt, mit der Unsicherheit umzugehen. Und dieser eine Moment war es auch nicht, der aus meiner Kindheit ein Bindungstrauma gemacht hat. Nicht einzelne Momente prägen uns, sondern die Masse an Momenten. Das Heim war also nicht das Problem.
Das Problem war das Bewusstsein darüber, nicht mehr dazuzugehören, wenn man nicht das tut, was andere wollen. Und das wurde zu meinem größten Schmerz. Der meine größte Stärke freigelegt hat.
Du liest und liest und hast gerade wahrscheinlich einen Aha-Moment nach dem anderen, stimmt's? Dein Verstand feiert diese Zeilen. Aber Erkenntnis ist eine Droge. Sie fühlt sich an wie Veränderung, ist aber nur lauter Lärm im Kopf. Wenn du aufhören willst, dich nur intellektuell zu stimulieren, und bereit bist für die einzigartige Erfahrung HINTER den Worten: Schalte das Rauschen jetzt ab.
Zum ersten Mal duIch habe lange geglaubt, dass mit mir etwas nicht stimmt
Die meiste Zeit meines Lebens hat man mich für verrückt erklärt. Zu laut. Zu wild. Zu anders. Und schon sehr früh begann ich selbst mich zu fragen, ob die anderen vielleicht recht haben.
Ich habe lange geglaubt, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Nicht, weil ich mich selbst nicht gesehen habe. Ganz im Gegenteil. Ich habe mich wahrscheinlich schon immer viel zu genau gesehen. Ich war selbstreflektiert bis zur Selbstkasteiung. Ich habe jeden „Fehler“ zuerst bei mir gesucht. Jede Reaktion. Jede Entscheidung. Jede Beziehung. Jeden Konflikt. Wenn jemand sagte, ich sei zu laut, habe ich mich gefragt, warum ich so laut bin. Wenn jemand sagte, ich sei schwierig, habe ich mich gefragt, was an mir schwierig ist. Wenn jemand verletzt war, habe ich mich gefragt, was ich falsch gemacht hatte.
Ich habe mich auseinandergenommen. Immer wieder. Ich habe mich gesehen. Und sie. Und ich habe mich trotzdem angepasst. Die meiste Zeit meines Lebens. Das ist der Grund, warum heute eines meiner wichtigsten Credos ist: „Es gibt keine bösen Menschen. Es gibt nur unwissende Menschen.“
Das ist der Unterschied.
Ich war nie blind für mich. Ich habe mich nur lange nicht getraut, dem, was ich gesehen habe, vollständig zu vertrauen.
Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass meine Artikel selten die Sorte Lektüre sind, die man zwischen zwei Terminen überfliegt. Sie sind eher kleine Räume, in denen man eine Weile bleiben kann. Durchatmet. Sich schüttelt. Still ist. Und manchmal nimmt man einen Gedanken mit, der einen noch Stunden später beschäftigt.
Deshalb gibt es auf meiner Seite einen kleinen Kompass.
Du findest ihn links am Rand.
Dort kannst du diesen Artikel wiederfinden, wenn du zurückkommst, und – je nachdem, wo du gerade liest – noch ein bisschen tiefer gehen: mit persönlichen Gedanken von mir, weiterführenden Artikeln, Fragen oder Dingen, die keinen Platz mehr im eigentlichen Text gefunden haben.
Das hier soll nicht einfach ein Blog sein.
Ich möchte dich einladen, in meiner Welt zu stöbern. Und dir zum ersten Mal nach langer Zeit wieder selbst etwas Gutes zu tun.
Ich habe mich gesehen. Aber ich habe mich nie ganz gelebt
Ich wusste schon früh, dass ich anders bin. Ich wusste, dass ich anders denke, anders fühle und anders auf Menschen schaue. Ich wusste, dass bestimmte Welten nicht meine waren. Und trotzdem bin ich hineingegangen.
Ich wollte dazugehören.
Nicht zu irgendeiner Masse. Zu einem Menschen. Zu einer Verbindung. Zu diesem Gefühl, irgendwo wirklich angekommen zu sein. Und während die meisten Menschen von uns dann in Rollen schlüpfen, sich anpassen und ein Leben leben, das nicht ihres ist, habe ich mich aufgeteilt. Weil Anpassung noch nie eine langfristige Option für mich war.
Darum habe ich viele Menschen gekannt aber nie einen festen, sicheren Freundeskreis gehabt. Aufteilen bedeutet in dem Zusammenhang, dass ich für jeden Teil von mir Menschen hatte, die damit fein waren. Bei denen ich diesen Teil bedingungslos leben konnte. Aber ich hatte nie einen Menschen, bei dem ich komplett sein konnte.
Damals war mir das nicht klar. Das ist mir erst jetzt, viele Jahre später durch meine eigene Arbeit bewusst geworden.
Und trotzdem habe ich es damals schon gefühlt. In den Momenten, wo ich abends alleine zu Hause war und bitterliche Tränen weinte. In den Momenten, in denen ich mich einsam gefühlt habe, obwohl da so viele Menschen um mich waren. Aber meine Antwort war immer dieselbe: „Ich bin eben nicht einfach. Es ist nicht leicht mit mir.“
Über Rollen, die man spielt, schafft man Zugehörigkeit, aber erstickt sich selbst. Über das Aufspalten in getrennte Welten bewahrt man seinen Kern, aber bleibt darin immer unberührbar allein.
Die Realität dahinter war für mich immer und ausnahmslos bitter: Ich war überall dabei, aber nirgendwo so richtig zugehörig.
Wenn ich dann aber doch mal in eine Rolle geschlüpft bin, dann in die der frechen und verrückten Freundin, mit der man viel Alkohol trinken und feiern konnte. Fast jedes Wochenende waren wir unterwegs in den Berliner Clubs.
Dabei mochte ich die Musik nicht einmal. Ich habe getanzt, um nichts sehen zu müssen. Ich habe getrunken, um den Abend zu überstehen. Und ich habe regelmäßig neue Typen mit nach Hause genommen.
Ich war immer dort, wo ich nicht war, weil dort Menschen waren. Ich habe funktioniert, obwohl ich längst wusste, dass ich mich darin nicht wirklich wiederfinde.
Das ist die bitterste Pille der Selbsterkenntnis.
Aber das hier ist kein Klagen. Das ist ein Abschluss. Mein Leben ist schon immer wild. Laut. Bunt. Abwechslungsreich. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Aber auch eine verdammt geile Zeit.
Holy Shit! Ich würde es mit niemandem tauschen wollen. Und trotzdem hat lange Zeit immer etwas gefehlt:
Ich.
Und das war mir bewusst. Ich wusste zu jedem Zeitpunkt meines Lebens, wann ich eine Rolle spiele. Ich wusste, wann ich mich verbiege. Ich wusste, wann etwas nicht meines ist. Ich wusste es. Und habe es trotzdem die meiste Zeit meines Lebens getan.
Das ist, was ein Bindungstrauma mit uns Menschen macht. Aber das hier soll dich nicht runterziehen, es soll dich beflügeln, also mach dich bereit für die Wende.
Übrigens – ich frage mich oft, wem ich eigentlich meine Zeit schenke. Instagram, Telegram und Co. gehören für mich inzwischen nicht mehr dazu – nicht, weil ich niemandem meine Zeit geben will, sondern weil ich bewusster entscheiden möchte, wem. Deshalb bin ich fast nur noch hier aktiv: auf meiner eigenen Seite, und über meine Stille Post. (Pinterest und Google nutze ich noch – aber eher, um gefunden zu werden, nicht um dort meine Zeit zu verbringen.) Vielleicht ist das auch für dich mal einen Gedanken wert: Wem schenkst du deine Zeit gerade? Falls du magst: Im Kompass links, unter "Aus meinem Kopf", teile ich unzensierte Gedanken – manchmal als Text, manchmal als Sprachnachricht.
„Frau Barheine, Sie polarisieren.“ Ein Satz, der alles veränderte
Ich habe aber nie nur meine Masken gesehen. Sondern immer auch die Masken der anderen. Wichtiger noch: Ich habe die Menschen hinter ihren Masken gesehen. Und vielleicht ist genau das die älteste Konstante in meinem Leben.
Ich habe nie besonders gut darin funktioniert, nur das zu sehen, was jemand mir zeigen wollte. Ich sah den Menschen hinter der Rolle. Unweigerlich. Weil ich meine eigenen Rollen kannte.
Ich sehe den starken Menschen hinter der Unsicherheit. Den unsicheren Menschen hinter dem autiritiären Chef. Den traurigen Menschen hinter dem, der jeden immer zum Lachen bringt. Den Blender hinter dem perfekten Auftreten. Den Schmerz hinter der Härte. Die Angst hinter der Kontrolle.
Menschen, vor denen andere Respekt oder Angst hatten, waren für mich schon immer erstaunlich wenig beeindruckend. Nicht, weil ich besonders mutig oder aufmüpfig war. Ich sah einfach etwas anderes. Ich sah den Menschen.
Und das hat sich im Laufe meines Lebens immer mehr vertieft. Weil ich ja irgendwie meinem Trauma entkommen musste, hahaha.
Irgendwann waren es dann nicht mehr nur die Menschen. Sondern ihre Reaktionen. Ihre Gefühle. Die Wut hinter der Traurigkeit. Die Liebe hinter dem Hass. Die Verzweiflung hinter dem Lächeln. Die Wahrheit hinter der Lüge.
Ich habe gelernt, Muster zu erkennen. Zusammenhänge. Dynamiken. Übergänge. ALLES, was nicht ausgesprochen wird, aber trotzdem im Raum liegt. Ich sehe das. Immer.
Ich bin eine Netzwerkdenkerin. Ich verbinde Dinge, die für andere zunächst nicht zusammengehören. Ich sehe nicht nur das einzelne Verhalten. Ich sehe, was darunter miteinander verbunden ist.
Für die anderen war ich die Zicke. Die Unbequeme. Die, die ihren Mund nicht halten konnte. Die, die Fragen stellte. Die, die sich nicht unterordnete. Die, die polarisierte.
„Frau Barheine, Sie polarisieren.“
Das hat einmal ein Abteilungsleiter zu mir gesagt, bei dem ich mich beworben hatte. Und als ich nicht genommen wurde, weil ich vor einer Gruppe von 10 Menschen die mich testen einfach nicht ich selbst sein kann, hat man mich gefragt, ob ich denn nicht trotzdem für eine Kollegin die Schwangerschaftsvertretung machen möchte. Ironie meines Lebens.
Diesen Satz habe ich auf jeden Fall nie vergessen. Und ich habe mein Leben lang gedacht: Mensch, ständig polarisiere ich. Dabei will ich doch einfach nur meine Ruhe haben.
Das war mein Widerspruch. Dachte ich.
Ruhe ist für mich keine Stille, sondern Unantastbarkeit
Ich wollte nie kämpfen. Ich wollte nicht ständig im Mittelpunkt stehen. Ich wollte nicht provozieren. Ich wollte eigentlich nur in Frieden leben.
Aber meine Vorstellung von Frieden war nie Anpassung. Ruhe ist für mich keine Stille. Ruhe ist in meiner Welt Unantastbarkeit. Und die habe ich seitdem ich denken kann angestrebt.
Es bedeutet, dass niemand mehr in mir herumfuhrwerken kann. Dass ich nicht mehr erklären muss, warum ich so bin. Dass ich nicht mehr beweisen muss, dass ich es gut meine. Dass ich nicht mehr jede Interpretation eines anderen Menschen zu meiner Wahrheit machen muss.
Ich wollte meine Ruhe.
Und musste dafür lernen, mich selbst nicht mehr zu verlassen. Ein reines Herz sieht nicht immer liebevoll aus. Das ist etwas, das ich heute viel klarer verstehe als früher. Ich habe so oft versucht herauszufinden, ob ich vielleicht einfach ein schlechter Mensch bin.
Ob ich zu hart bin. Zu direkt. Zu egoistisch. Zu laut. Zu unbequem. Zu selbstsicher. Zu wenig liebevoll.
Kennst du das?! Viele von uns kennen diese Gedanken. Sie sind es, die dich davon abhalten deinen Weg zu gehen. Weil andere schon immer besser wussten, was für dich richtig und gut ist.
Und immer wieder bin ich bei mir selbst gelandet und habe nachgesehen.
Was war meine Absicht? Was wollte ich wirklich?
Und je tiefer ich gegangen bin, desto klarer wurde mir: Mein Herz war nie voller böser Absicht. Es war oft voller Wut. Voller Schmerz. Voller Widerstand. Voller Leben. Aber nicht voller Bosheit.
Und das ist ein entscheidender Unterschied.
Ein reines Herz bedeutet nicht, liebevoll lächelnd durch die Gegend zu rennen. Ein reines Herz bedeutet nicht, immer sanft zu sprechen. Es bedeutet nicht, jedem gefallen zu wollen. Es bedeutet nicht, niemals wütend zu sein.
Es bedeutet: echt zu sein.
Die Wahrheit nicht zu verdrehen, nur damit sie angenehmer klingt. Nein zu sagen, wenn etwas nicht stimmt. Menschen nicht anzulügen, auch wenn die Wahrheit unbequem ist. Sich selbst nicht zu verraten, nur damit jemand anderes sich wohler fühlt.
Ich glaube, genau das haben viele Menschen bei mir nie gesehen. Sie haben meine Lautstärke gesehen. Meine Direktheit. Meine Wut. Meine Unbequemlichkeit. Aber nicht die Absicht dahinter. Ich war nie das Problem, das ich so lange gesucht habe.
Und dann war da dieser Moment
Ich habe mich mein Leben lang reflektiert. An mir gezweifelt. Und irgendwann wurde aus diesen Selbstzweifeln etwas anderes. Die Wahrheit dahinter wurde sichtbar: Ich habe so lange meinen Fokus auf andere gerichtet, um es ihnen recht zu machen, um dazuzugehören, um nicht weggeschickt zu werden, dass ich mich selbst dabei nicht reflektiert, sondern vergessen habe.
Ein Kind hört nicht auf, seine Eltern zu lieben, wenn sie es misshandeln. Es hört auf, sich selbst zu lieben.
DAS war der Kern. Boom.
Im Human Design habe ich eine Antwort dann auch in meinem Jupiter gefunden: Schlüssel 63.2. Er ist der Grund, warum ich schon immer sage: „Nur wer zweifelt, findet sich selbst.“
Erst die Zweifel haben mich gelehrt, das Leben zu betrachten, ohne daraus meine gesamte Identität zu machen. Heute bin ich, wer ich bin, weil ich war, wer ich war.
Ich kann etwas Blödes tun, ohne blöd zu sein. Ich kann jemanden verletzen, ohne ein schlechter Mensch zu sein. Ich kann unbequem sein, ohne böse zu sein. Ich kann Nein sagen, ohne lieblos zu sein. Ich kann wütend sein, ohne meine Liebe zu verlieren. Und ich kann mich selbst ernst nehmen, ohne egoistisch zu sein.
Das war für mich eine der größten Befreiungen überhaupt.
Denn ich musste irgendwann nicht mehr ständig beweisen, dass mein Herz rein ist. Ich wusste es einfach. So wie ich alles andere auch immer wusste.
Ich wusste Dinge. Ich spürte Menschen. Ich betrat Situationen und wusste, dass etwas nicht stimmt. Ich sah Entwicklungen, bevor sie sichtbar wurden. Ich erkannte Muster. Und meine Wahrnehmung hat mich nie enttäuscht.
Ich war es, die sie enttäuscht hat.
Immer dann, wenn ich sie übergangen habe. Immer dann, wenn ich dachte: Das kann doch nicht sein. Immer dann, wenn ich auf die Meinung anderer gehört habe, obwohl ich längst wusste, was ich wahrnehme. Immer dann, wenn ich mich selbst davon überzeugt habe, dass ich mich irren muss.
Meine Wahrnehmung war nie das Problem.
Mein fehlendes Vertrauen in die Konsequenzen daraus war das Problem. Denn etwas wahrzunehmen ist das eine. Danach zu leben ist etwas völlig anderes.
Human Design und das Versteckspiel
Also habe ich mich lange Zeit versteckt. Hinter dem Human Design. Seit über 6 Jahren arbeite ich damit. Und habe auch hier meinen eigenen Weg gefunden. Gelernt, meiner Wahrnehmung zu trauen.
Ich liebe die Möglichkeit, die ein Chart geben kann: Er kann etwas sichtbar machen. Er kann Worte für etwas geben, das vorher schwer greifbar war. In über 300 Readings haben Menschen erlebt, was ich sehe, wenn ich sie sehe. Ich habe unermüdlich dafür gekämpft, dass sie selbst sehen, was ich sehe. Ihr Licht. Das Licht, das von Sorgen, Ängsten, Zweifeln und dem Alltag überdeckt war.
Aber irgendwann bin ich an eine Grenze gestoßen, die mich zunehmend unzufriedener gemacht hat. Also habe ich mich Ende 2023 zurückgezogen.
Denn ich musste lernen, mir selbst eine wichtige Wahrheit einzugestehen:
Das Chart war nie die eigentliche Magie. Ich war es.
Ich habe nie einfach nur ein Chart gelesen. Ich habe wahrgenommen. Ich habe gespürt. Ich habe Zusammenhänge erkannt, die ein „Human Design Experte“ so nie gesehen hätte.
Denn ich habe den Menschen gesehen. Nicht seine Schlüssel oder Kanäle oder einen „Typ“. Das Chart war ein Werkzeug. Eine Sprache. Eine Landkarte. Aber die eigentliche Arbeit passierte in mir. Und durch mich.
Es gibt keine Hellseher, aber es gibt Wahrnehmung
Diese Identitätskrise hat mich an unterschiedliche Perspektiven geführt.
Erst dachte ich, all das wäre kosmisch geführt. Ich bin ein Kanal für das Universum. Ein Medium. Hellwissend. Und das war wichtig, denn da begann ich mich wirklich zum ersten Mal ernsthaft zu spüren, wer und wie ich wirklich bin.
Aber auch diese Definitionen wurden dem, was ich tat, nicht gerecht. Sie sind immer noch viel zu vage und tun so, als wären die einen besonders und die anderen eben nicht. Nein. So habe ich mich nie gesehen. Ich wollte nie besser sein als andere. Mich nie über jemanden stellen. Ich wollte immer nur helfen. Das war und ist schon immer der größte Antrieb in mir.
Heute weiß ich: Das, was ich mache, das, was ich kann, das, was ich bin, ist kein Hokuspokus. Kein esoterischer Bullshit. Sondern ein krass effizientes Gehirn. Eines, das nicht linear denkt, sondern in Relation. Assoziativ. Das ist meine fucking Superkraft. Und die habe ich nicht, weil ich besonders toll bin, sondern weil ich sehr früh lernen „durfte“, dass es nicht immer und überall sicher ist ich zu sein.
Aber sprich das mal aus, ohne abgehoben zu klingen. Haha.
Und vielleicht habe ich mich auch deshalb so lange hinter dem Human Design versteckt, weil es viel leichter ist zu sagen: „Das steht hier im Chart“, als zu sagen:
„Ich sehe das. Weil ich DICH sehe.“
Heute weiß ich, was ich kann. Ich muss es niemandem beweisen. Du musst mir nicht glauben. Aber jeder Mensch, der meine Wahrnehmung einmal selbst erlebt hat, weiß, wovon ich spreche.
Lass mich dir drei Beispiele geben, damit du weißt, was ich meine:
Der Blender. Als freie Texterin habe ich für ein Unternehmen gearbeitet. Von Anfang an habe ich gespürt: Das hält nicht mal ein Jahr. Ich wusste sogar, wer dafür verantwortlich sein würde: der Marketing-Mann. Ein absoluter Blender, von allen im Team gefeiert, weil er sich so gut verkaufen konnte. Einem guten Freund habe ich davon immer wieder erzählt. Im Team habe ich immer wieder meine Wahrnehmung geteilt und Tipps gegeben, wie es besser laufen könnte. Aber für sie war ich „nur“ die Texterin. „Ja ja, Sandra bringt halt ihre Ideen ein, wie jeder.“ Aber das waren keine Ideen. Das war Wahrnehmung. Nicht ganz ein Jahr später hatte er das Unternehmen mit seinem Marketing an die Wand gefahren. Und am Ende hat sogar der Chef erkannt, was für ein Blender der Blender war. Unsere Jobs haben wir trotzdem verloren. Und ich habe mir eine Zeitlang dafür die Schuld gegeben. Weil ich mich kleiner gemacht habe, als ich bin.
Das ist ein Grund, warum ich meine Klienten immer bedingungslos dazu mutiviere ihre Wahrheit auszusprechen. Für sich einzustehen. Denn das, was für dich ein simpler Gedanke sein mag, kann für jemand anderes die Welt verändern.
Die Familie. Derselbe Freund wollte mich mit einer Familie bekannt machen. Wir lebten damals in Portugal, und ich hatte kaum Kontakte zu anderen Familien. Sie hatten einen Sohn, so alt wie mein großer. Mein Freund war begeistert von der Idee, uns zusammenzubringen. In mir hat aber alles auf Widerstand geschaltet. Ich habe gesagt: Die sind nicht gut für uns. Da ist etwas nicht authentisch. Du kannst es dir vorstellen wie Lügner. Er meinte, ich spinne. „Sei nicht so wählerisch. Versuch es doch.“ Aber ich kann sowas nicht. Das konnte ich noch nie. Ich habe ihm gesagt: Du wirst irgendwann verstehen, was ich meine. Keine drei Monate später kam er zu mir: „Sandra, du hattest recht.“ Der Mann hatte Steuerschulden oder so, wurde von der Polizei gesucht, auf seinem Land festgenommen und abgeführt.
Die zwei Wochen. Eine Klientin hing sehr an einem bestimmten Mann. Wir haben viel darüber gesprochen aber irgendwann habe ich klar gespürt, dass es nicht mehr lange halten wird. Sie wusste es insgeheim auch. Aber wer will schon loslassen, was ihm wichtig ist? In einer Zoom Sitzung habe ich ihr gesagt: In zwei Wochen, wenn wir uns wieder treffen, ist es vorbei. Zwei Wochen später war es vorbei.
Das sind keine Weissagungen. Kein Schwindel. Und keine vagen Beschreibungen, die auf jeden zutreffen können. Es ist Wahrnehmung. Und sie ist eine Momentaufnahme: Ich sehe von deinem jetzigen Ich aus, wie es weitergeht.
Wenn du dann anfängst, bewusster zu leben, passieren die „Zeitliniensprünge“ exponentiell oft. Darum begleite ich meine Klienten unheimlich gern über einen längeren Zeitraum. Aber nicht, weil sie ohne mich nicht auskommen. Sondern weil sie mit mir lernen, endlich für sich loszugehen. Ich bin der Fels in ihrer Brandung.
Wie die zauberhafte Nanny McPhee: Ich bleibe, bis du mich nicht mehr brauchst. Das ist ein wichtiger Wert in meiner Arbeit. Ich mache dich nicht abhängig von mir, sondern helfe dir, dich von allem loszusagen. Damit da nur noch bleibt, was dich wirklich trägt: Du!
Meine Pointe ist dein Startschuss
Was willst du mir also erzählen, Löwin? Du weißt genau, wer du bist. Und trotzdem hältst du dich hinterm Berg. Du spürst es. Du weißt es. Du siehst es. Und dann machst du dich selbst wieder klein, damit es für alle anderen angenehmer ist. Pah.
Du hast selbst schon oft etwas gewusst, bevor du Beweise dafür hattest. Du hast dich selbst genauso oft überstimmt wie ich mich. Und du sitzt gerade da und denkst: „Scheiße. Ich weiß es doch eigentlich.“ Dann weißt du, was ich meine.
Und trotzdem lebst du weiter wie bisher. Weil du dir noch nicht erlaubt hast, dem Wissen zu folgen. Das ist etwas anderes. Und genau dort beginnt für mich Bewusstseinsarbeit.
Nicht bei noch mehr Wissen. Nicht bei noch mehr Selbstoptimierung. Nicht beim nächsten Konzept, das dir erklärt, wer du bist. Sondern bei dem Moment, in dem du das, was du längst siehst, nicht mehr wegargumentierst.
Wir müssen nicht noch tiefer analysieren, warum wir fühlen, was wir fühlen. Wir müssen nicht noch zehn Beweise sammeln. Wir müssen nicht darauf warten, dass jemand anderes unsere Wahrnehmung bestätigt. Irgendwann kommt dieser Punkt, an dem du sagst:
Ich sehe es. Ich weiß es. Und jetzt handle ich danach.
Und wenn du diesen Punkt allein erreichst: großartig. Genau dafür schreibe ich das hier.
Aber ich sage dir auch ehrlich, wie es bei mir war. Ich wusste es. Jahrelang. Ich habe mich gesehen und trotzdem weitergemacht wie bisher. Dieser Satz ist schnell gesagt und verdammt schwer gelebt. Weil du dein eigenes Leben zu gut kennst. Jede Begründung. Jede Ausnahme. Jede Geschichte, die du dir erzählst, damit du bleiben kannst, wo du bist.
Das bedeutet nicht, dass du nie wieder zweifelst. Es bedeutet nicht, dass du plötzlich immer alles weißt. Es bedeutet nur, dass du dich nicht mehr automatisch gegen dich entscheidest.
Und genau das habe ich gelernt. Ich habe mich immer gesehen. Ich habe mich nur viel zu lange nicht vollständig gelebt. Heute ist das anders.
Also, was willst du mir erzählen, Löwin?
Dass du dich irrst? Dass du zu empfindlich bist? Dass du übertreibst? Dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist? Dass du erst noch jemanden überzeugen musst? Dass du erst noch besser, ruhiger, lieber, erfolgreicher oder sicherer werden musst?
Nein. Du musst nicht noch jemand anderes werden. Du musst nur anfangen, die Frau zu leben, die du längst in dir erkannt hast.
Genau daraus ist mein Bewusstseinstraining entstanden
Ich gebe dir für JEDE dieser Fragen DEINE Antwort. Weil ich dich sehe. Und ich möchte mit dir genau dorthin schauen, wo es am meisten weh tut, du aber selbst längst etwas wahrnimmst.
Auf deine Realität. Auf deine Muster. Auf die Dinge, die sich wiederholen. Auf das, was du übernommen hast. Auf das, was wirklich deins ist. Und auf die Stelle, an der du dich selbst immer wieder übergehst. Auf all die Zusammenhänge.
Damit du endlich deine eigene Wahrheit wieder hören kannst. Denn du brauchst gar keine neue Antwort. Du brauchst nur jemanden, der mit dir lange genug hinsieht, bis du aufhörst, das, was du längst weißt, wieder wegzuerklären.
Ich habe mich viel zu lange versteckt. Nicht, weil ich mich nicht kannte. Sondern weil ich mir nicht erlaubt habe, mich vollständig zu leben. Das ist vorbei.
Ich mache meinen Mund auf. Nicht mehr, um dazuzugehören. Sondern um Wahrheit sichtbar zu machen. Sie hat es verdient, dass du sie endlich ernst nimmst. Und das ist in meiner Arbeit das wichtigste, was ich dir mitgeben möchte.
Das hier ist meine Hommage an mich selbst. Und der Startschuss für dein neues Leben. Denn wenn ich das kann, kannst du das auch.
Happy Schlüpftag an meine Power.
Möge diese Macht auch mit dir sein.
Sandra
Dein Blick ins eigene Leben
60 Minuten, 1:1 per Video-Call, live und unvorbereitet. Auf zwei Ebenen: deine Realität und deine Wahrheit. Ich zeige dir, wo du dich selbst übergehst und wo du ansetzen kannst.
© 2026 Sandra Barheine – Alle Rechte vorbehalten.